Kategorie: Technik

neue Technik ausprobiert

Seit Monaten besitze ich 2 Rollen Glanzfolie in türkis und hellgrün, die ich immer mal ausprobieren wollte. Aber dabei ist es erstmal geblieben.

Letzte Woche las ich auf einem Blog, dass Embossingpaste (Strukturpaste) auch als „Transfermedium“ genutzt werden kann, um Glanzeffekte auf Papier zu bringen.

Also habe ich meinen Bürolaminierer in den Keller getragen und ausprobiert. Was soll ich sagen, es hat auf Anhieb geklappt.

Zuerst habe ich die Embossingpaste mit Hilfe der Künstlerspachtel und Dekoschablonen Muster-Mix aufgetragen. Da sie nicht sehr lange trocknet, konnte ich kurz darauf schon die Folie aufdrücken und durch den aufgeheizten Laminierer jagen. Zuerst dachte ich, das hat nicht geklappt, weil sich die Folie so verzogen hatte und verknautscht aussah, aber als ich sie abgezogen habe, war der Effekt genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Insgesamt sind es 6 Karten geworden. Alle mit dem Thinlit-Schriftzug Happy Birthday (JK S. 213) und dem Designerpapier im Block Blumengarten (JK S. 187) beklebt. Die Hintergründe sind mit den Stempelset Cheers of the Year (HWK S. 37) in petrolaquamarinzarte pflaumehimbeerrotlimette gestempelt.

Um den Glanzeffekt besser (richtig gut ist er auf den Fotos nicht) zu sehen, müsst Ihr die Fotos anklicken und vergrößern.

Training zweier neuer Techniken – Teil 2

Mit Anja zusammen haben wir bei den letzten beiden Stempelabenden colorieren geübt. Sie ist dafür die ideale „Fachfrau“, coloriert sie doch seit Jahren all‘ ihre niedlichen Stempelmotive.

Extra für uns hat sie sich noch mal mit Aquarellstiften auseinander gesetzt, denn sonst benutzt sie hauptsächlich Copic Marker (auf Alkoholbasis).

Zuerst dachte ich ja, das ist nichts für mich, dauert viel zu lange und sieht doch nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber nach dem 2. Versuch auf Aquarellpapier hab ich meine Meinung geändert.

Farbe mit dem Stift dick auftragen und dann mit den Mischstiften nach innen verteilen.

Beim Schwinchen die Farben am Rücken und Po und schön nach oben und innen vermalen …

Jetzt die Steigerung, auf flüsterweißem Farbkarton mit Aquarell- und Mischstiften, dabei vorsichtig sein, dass man nicht zu viel hin- und herwischt, denn dann ruffelt sich das Papier auf.

Aber auch das funktionierte auf Anhieb prima.
Am besten gefällt mir vom ersten Abend die Regenschirmdame. Was mein Ihr?

Eine Woche später habe ich dann auch bei der zweiten Gruppe wieder fleißig mitgeübt. Diesmal wurde ich mutiger und hab’s mir Wassertankpinseln versucht. Wieder Farbe am Rand dick auftragen und vorsichtig mit dem Pinsel nach innen verteilen. Erster Versuch:

Aber mit ein bisschen Übung wurde es besser:

Aber am besten gefällt mir die Lotusblüte:

Vorteil vom Wassertankpinsel ist natürlich, dass sich auch Trockenränder bilden, die toll aussehen können. Der Mischstift ist viel einfach zu handhaben und die Verläufe werden wunderschön gleichmäßig. Er trocknet auch viel schneller.

Mein Fazit der beiden Abende: Ich greife in Zukunft öfter mal zu den Aquarellstiften, nicht nur für Hintergründe. Das Ausmalen der Motive ist schon fast meditativ und sieht toll aus.

Nochmal DANKE, liebe Anja, dass Du uns die ersten Grundzüge des Colorierens näher gebracht hast. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht!

Training zweier neuer Techniken – Teil 1

Seit einigen Jahren besitze ich eine Cameo. Über das Geschlecht des Schneidplotters von Silhouette kann man lange streiten, für mich geht die Cameo leichter von der Zunge als der Cameo. Egal, die arme stand meistens in der Ecke. Was nicht heißt, sie funktionierte nicht. Nein, wenn ich mich dazu durch gerungen habe, sie zu benutzen, klappte das Ausschneiden eigentlich immer super. Aber meistens wurde sie wie ein Stiefkind behandelt. Hier seht Ihr sie verhüllt, damit sie nicht zu sehr einstaubt.

Gestern endlich haben wir uns mit 5 Cameo-Besitzern getroffen, wobei Ilonka ähnlich zu ihrer Maschine stand (ihr lest richtig, nicht mehr steht) wie ich. Die drei anderen –Claudia, Sylvia und Elke– sind richtig fit im Umgang mit ihr.

Unserer 1. Versuch eine Grafik so zu bearbeiten, dass wir sie problemlos ausschneiden lassen konnten:

Danach haben Ilonka und ich mal direkt das Glück heraus gefordert. Seit Jahren besitze ich auch eine Pixscan-Matte, mit deren Hilfe, Stempelabdrücke mit sehr geringem Aufwand ausschneidbar sind. Die anderen 3 schüttelten schon den Kopf, da wir nur unsere Handykameras zur Verfügung hatten, aber einen Versuch war es wert. Erst schien es nicht zu klappen, doch Ilonka klickte bei der Warnung der Software beherzt auf „diese Meldung ignrorieren und trotzdem fortfahren“. Und siehe da:

Ein perfekt ausgeschnittener Geburtstagshut! Der Stempel ist natürlich von Stampin‘ Up! .

Auch Texte richteten wir an Kurven aus, sahen bei Elke, wie sie wunderschöne Freihandzeichnungen erstellte und aus Folie ausschnitt und wie eine Dirndl-Verpackung bei Sylvia aus Papier entstand.

Claudia verkleinerte Baby-Schuhe zur Miniaturform, so dass noch eine kleine Süßigkeit hinein passt:

Unsere Stampin‘ Write Marker lassen sich mit Hilfe eines Stiftehalters wunderbar in die Cameo einspannen, so dass wir auch Texte erstellt, die Buchstaben mit Füllungen versehen und geplottet haben. Davon habe ich leider kein Foto gemacht, aber Ihr könnt mir glauben, auch das konnte sich sehen lassen .

Meine 3 technischen Unterstützer, Cameo, Laptop und Handy, erhielten zum Abschluss noch eine kleine Verzierung aus Folie,

dann warteten wir die nächste Regenschauer ab und ich fuhrt total begeistert und glücklich wieder nach Hause.

Mädels, es war ein toller, lehrreicher Tag und ich stell die Cameo jetzt in meinen Zugriff, so dass sie nie wieder ein solches Schattendasei führen muss, wie bisher – versprochen!

Danke, Ilonka, dass wir uns in Deinem Workshopraum austoben durften und für die leckere Bewirtung.