Kategorie-Archiv: Technik

Brushos und Am Ufer

Bei der amerikanischen Demo Jane Allmark habe ich gesehen, dass sie die flächigen Stempel vom Stempelset Am Ufer (FSK S. 48, Waterfront) mit den Brushos (hochpigmentierte Aquarellfarben, pulverisiert) stempelt.

Das hat mir so gut gefallen, dass ich es ausprobiert habe.

Es ist eine riesen Sauerei. Die Finger, der Tisch, die Stempel, alles vergefärbt. Aber das Ergebnis lässt sich wirklich sehen. Da es für Workshops nicht die richtige Technik ist, zeige ich Euch meine beiden Karten heute schon.

Ich muss noch ein bisschen üben, die Farben sind noch sehr intensiv. Beim nächsten Mal werde ich noch weniger Brushos und mehr Wasser nehmen. Aber für den 1. Versuch finde ich die Karten prima.

Vorgehensweise:
Stempel auf Acrylblock drücken,
mit Brushos (FSK S. 26) bepudern,
leicht mit Wasser einsprühen (Stampin‘ Spritzer, JK S. 201),
unbedingt das überschüssige Wasser vom Acrylblock abwischen und
auf Papier abdrücken.
Danach könnt Ihr auch noch auf ein 2. Papier stempeln, Farbe und Wasser reichen für den 2. Abdruck.

ACHTUNG: Die Photopolymerstempel sehen danach, auch nach intensivem Reinigen, scheußlich aus. Wen das nicht stört, sollte die Technik unbedingt ausprobieren.

neue Technik ausprobiert

Seit Monaten besitze ich 2 Rollen Glanzfolie in türkis und hellgrün, die ich immer mal ausprobieren wollte. Aber dabei ist es erstmal geblieben.

Letzte Woche las ich auf einem Blog, dass Embossingpaste (Strukturpaste) auch als „Transfermedium“ genutzt werden kann, um Glanzeffekte auf Papier zu bringen.

Also habe ich meinen Bürolaminierer in den Keller getragen und ausprobiert. Was soll ich sagen, es hat auf Anhieb geklappt.

Zuerst habe ich die Embossingpaste mit Hilfe der Künstlerspachtel und Dekoschablonen Muster-Mix aufgetragen. Da sie nicht sehr lange trocknet, konnte ich kurz darauf schon die Folie aufdrücken und durch den aufgeheizten Laminierer jagen. Zuerst dachte ich, das hat nicht geklappt, weil sich die Folie so verzogen hatte und verknautscht aussah, aber als ich sie abgezogen habe, war der Effekt genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Insgesamt sind es 6 Karten geworden. Alle mit dem Thinlit-Schriftzug Happy Birthday (JK S. 213) und dem Designerpapier im Block Blumengarten (JK S. 187) beklebt. Die Hintergründe sind mit den Stempelset Cheers of the Year (HWK S. 37) in petrolaquamarinzarte pflaumehimbeerrotlimette gestempelt.

Um den Glanzeffekt besser (richtig gut ist er auf den Fotos nicht) zu sehen, müsst Ihr die Fotos anklicken und vergrößern.

Training zweier neuer Techniken – Teil 2

Mit Anja zusammen haben wir bei den letzten beiden Stempelabenden colorieren geübt. Sie ist dafür die ideale „Fachfrau“, coloriert sie doch seit Jahren all‘ ihre niedlichen Stempelmotive.

Extra für uns hat sie sich noch mal mit Aquarellstiften auseinander gesetzt, denn sonst benutzt sie hauptsächlich Copic Marker (auf Alkoholbasis).

Zuerst dachte ich ja, das ist nichts für mich, dauert viel zu lange und sieht doch nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber nach dem 2. Versuch auf Aquarellpapier hab ich meine Meinung geändert.

Farbe mit dem Stift dick auftragen und dann mit den Mischstiften nach innen verteilen.

Beim Schwinchen die Farben am Rücken und Po und schön nach oben und innen vermalen …

Jetzt die Steigerung, auf flüsterweißem Farbkarton mit Aquarell- und Mischstiften, dabei vorsichtig sein, dass man nicht zu viel hin- und herwischt, denn dann ruffelt sich das Papier auf.

Aber auch das funktionierte auf Anhieb prima.
Am besten gefällt mir vom ersten Abend die Regenschirmdame. Was mein Ihr?

Eine Woche später habe ich dann auch bei der zweiten Gruppe wieder fleißig mitgeübt. Diesmal wurde ich mutiger und hab’s mir Wassertankpinseln versucht. Wieder Farbe am Rand dick auftragen und vorsichtig mit dem Pinsel nach innen verteilen. Erster Versuch:

Aber mit ein bisschen Übung wurde es besser:

Aber am besten gefällt mir die Lotusblüte:

Vorteil vom Wassertankpinsel ist natürlich, dass sich auch Trockenränder bilden, die toll aussehen können. Der Mischstift ist viel einfach zu handhaben und die Verläufe werden wunderschön gleichmäßig. Er trocknet auch viel schneller.

Mein Fazit der beiden Abende: Ich greife in Zukunft öfter mal zu den Aquarellstiften, nicht nur für Hintergründe. Das Ausmalen der Motive ist schon fast meditativ und sieht toll aus.

Nochmal DANKE, liebe Anja, dass Du uns die ersten Grundzüge des Colorierens näher gebracht hast. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht!